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Autor: Frau Baier
Artikel vom 01.09.2021

IHK Hochrhein-Bodensee

Wirtschaftsbündnis Stuttgart-Zürich: Dem neuen Folge-Abkommen von Lugano müssen auch Taten folgen

IHK Hochrhein-Bodensee
Wirtschaftsbündnis Stuttgart-Zürich: Dem neuen Folge-Abkommen von Lugano müssen auch Taten folgen

Seit der Unterzeichnung des Vertrags von Lugano im Jahr 1996 werden beim Ausbau der Schienenachse zwischen Stuttgart und Zürich auf deutscher Seite kaum spürbare Fortschritte erzielt. Die Wirtschaft entlang der Strecke begrüßt daher den neuen Anlauf beider Regierungen für einen leistungsfähigeren Schienenverkehr über die Alpen – fordert nach Jahrzehnten des Stillstands aber Verbindlichkeit und überprüfbare Fortschritte ein.
Bereits vor einigen Wochen hatte die Wirtschaft zwischen Stuttgart und Zürich die Kandidaten zur Bundestagswahl in die Pflicht genommen: Die Schieneninfrastruktur zwischen Stuttgart und Zürich muss zu einem leistungsfähigen und umweltfreundlichen Korridor für den Personen- und Güterverkehr mit internationaler Bedeutung ausgebaut werden. Vor diesem Hintergrund begrüßt das grenzüberschreitende Wirtschaftsbündnis jetzt auch grundsätzlich die neue deutsch-schweizerische Vereinbarung über leistungsfähigere Zuläufe zur neuen Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT). Dazu zählen neben der Achse Stuttgart-Zürich beispielsweise auch die Rheintal- und Südbahn sowie die Hochrheinstrecke.
Gleichzeitig stellen die Kammer- und Verbandsspitzen klar: Nach der ersten Vereinbarung von Lugano 1996 wird jetzt das dritte Papier innerhalb von zwei Jahren unterzeichnet. Diese Erklärungen sind unverbindlich und nur etwas wert, wenn sie auch tatsächlich umgesetzt werden. Insbesondere das Bundesverkehrsministerium und die Deutsche Bahn AG müssen beim Deutschlandtakt nach wie vor Infrastruktur und Fahrplan auf der Achse Stuttgart-Zürich aufeinander abstimmen und schrittweise viele offene Fragen beantworten.
Auf Grundlage des neuen Abkommens könnten die beiden Verkehrsministerien in Berlin und Bern nach Ansicht der Wirtschaft prüfen, eine Arbeitsgruppe explizit zur Schienenachse Stuttgart-Zürich zu etablieren. Die Verbände und Kammern hatten bereits in der Vergangenheit zu einem verbindlichen und regelmäßigen Format wie beispielsweise einer „Fortschrittskonferenz“ aufgerufen. Gemeinsam mit der Wirtschaft müsse es gelingen, den Ausbau mindestens einmal im Jahr mit allen relevanten Akteuren aus Deutschland und der Schweiz, mit klaren Verantwortlichkeiten und mit einem verbindlichen Zeitplan voranzutreiben.

Stimmen aus der Wirtschaft
Birgit Hakenjos, Präsidentin der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ergänzt: „Eine bessere Abstimmung beider Länder auf der Schiene ist dringend erforderlich. Es kann nicht sein, dass – wie zuletzt im August – an Rheintal- und Gäubahn gleichzeitig gebaut wird und der Schienengüterverkehr aus Italien und der Schweiz über die dafür nicht geeignete Schwarzwald-Bahn geleitet werden muss.“

Thomas Conrady, Präsident der IHK Hochrhein-Bodensee: „Das Folge-Abkommen sollte genutzt werden, um tatsächlich konkrete Verbesserungen zu erzielen. Dabei geht es nicht nur um Infrastruktur und aufeinander abgestimmte Planungsprozesse, sondern auch um die Digitalisierung im Schienenverkehr und eine bessere internationale Zusammenarbeit.“

„Die IHK Nordschwarzwald begrüßt den noch in diesem Jahr geplanten Ausbau der Gäubahn zwischen Horb und Neckarhausen“, so Claudia Gläser, Präsidentin der IHK Nordschwarzwald. „Das ist aber nur eine Einzelmaßnahme. Wir haben noch einen weiten Weg bis hin zu einer leistungsfähigen Zulaufstrecke für den alpenquerenden Schienenverkehr.“

Marjoke Breuning, Präsidentin der IHK Region Stuttgart betont: „Wenn das Folge-Abkommen umgesetzt wird, könnte sich die Anbindung an den internationalen Schienenpersonenverkehr tatsächlich verbessern. Aber auch für den Schienengüterverkehr ist der Ausbau der Achse Stuttgart-Zürich dringend erforderlich, um das steigende Güteraufkommen auf der Schiene abzuwickeln, die Straßen zu entlasten und einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten."

„Die IHK Reutlingen hat sich in der Vergangenheit nachhaltig für den Bau der Gäubahn eingesetzt. Die Wirtschaft setzt darauf, dass mit der angekündigten Zusammenarbeit beider Länder beispielsweise bei der Entwicklung und beim Aufbau eines funktionierenden Fahrplans im internationalen Schienenverkehr entscheidende Fortschritte erzielt werden“, so Dr. Wolfgang Epp, Hauptgeschäftsführer der IHK Reutlingen.

Dr. Regine Sauter, Direktorin der Zürcher Handelskammer: „Für eine effiziente Verbindung der beiden Wirtschaftsräume Zürich und Baden-Württemberg braucht es endlich eine funktionierende Schienenachse. Es ist unverständlich, dass dieses Projekt trotz parteiübergreifender Einigkeit immer wieder aufgeschoben wird und seit Jahren kaum Fortschritte erzielt werden. Die nun getroffene Vereinbarung muss Anlass sein, den Ausbau dieser Bahnstrecke künftig in einem regelmäßigen und verbindlichen Format mit dem Bundesverkehrsministerium und der Deutschen Bahn voranzutreiben."

Kurt Lanz, Mitglied der Geschäftsleitung beim Schweizer Wirtschaftsdachverband economiesuisse: „Die Schweiz ist seit jeher eine Drehscheibe für den Güter- und Personenverkehr. In der Vergangenheit haben wir viel in unsere Schieneninfrastruktur investiert und dementsprechend groß ist nach wie vor unser Interesse am Ausbau der Schienenachse Stuttgart-Zürich als funktionierende Zulaufstrecke zum Gotthard-Tunnel. Das neue Abkommen soll die Basis sein, um nun konkrete Fortschritte zu erzielen.“

Hintergrund
Die Wirtschaft entlang der Schienenachse Stuttgart-Zürich fordert den unverzüglichen Ausbau für den Personen- und Güterverkehr. Auf Initiative der Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg haben sich deshalb im Juni 2019 insgesamt zwölf deutsche und schweizerische Verbände zu einem grenzüberschreitenden Wirtschaftsbündnis zusammengeschlossen.
Die Wirtschaft verspricht sich davon nicht nur eine bessere Anbindung an nationale und internationale Verkehrswege. Der Ausbau ist auch dringend erforderlich, um das steigende Güteraufkommen auf der Schiene abzuwickeln, um die Straßen zu entlasten und um einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Sie finden die IHK-Medieninformationen auch im Internet: www.konstanz.ihk.de 

So sehen Digiscourt-Projekte aus! - Azubis präsentieren ihre Ideen

So sehen Digiscout-Projekte aus!
Azubis präsentieren ihre Ideen


In Konstanz haben 31 Auszubildende aus zehn Unternehmen die Ergebnisse ihrer Digitalisierungsprojekte einem großen Publikum vorgestellt. Unter dem Titel „Virtuelle Einblicke in Projekte der Digiscouts“ präsentierten die Auszubildenden den Besucherinnen und Besuchern ihre Ideen. Begleitet wurden sie während der gesamten sechsmonatigen Laufzeit vom RKW Kompetenzzentrum, welches das Projekt Digiscouts deutschlandweit durchführt.

Konstanz, 17. September 2021. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte und vom RKW Kompetenzzentrum in Zusammenarbeit mit der IHK Hochrhein-Bodensee vor Ort umgesetzte Projekt „Digiscouts“ hat das Ziel, mit Hilfe der Azubis Digitalisierungspotenziale in Unternehmen aufzuspüren. Dazu entwickeln die Auszubildenden als „Digital Natives“ gemeinsam mit ihren Vorgesetzten geeignete Pläne zur eigenverantwortlichen Umsetzung.  
Sowohl Unternehmen als auch Auszubildende profitieren von der Teilnahme am Digiscouts-Projekt: Die Betriebe gewinnen neue Perspektiven und Impulse für die Optimierung von Prozessen und die Auszubildenden erhalten im Gegenzug die Gelegenheit, aktiv den digitalen Wandel im Unternehmen mitzugestalten. Entsprechend vielfältig sind auch die Digitalisierungsprojekte der zehn Betriebe aus der Region Konstanz ausgefallen.

„Die Digiscouts feiern zum zweiten Mal in der Region Konstanz ihre Abschlussveranstaltung und auch diesmal sind wir beeindruckt von den Projektideen. Zum Themenspektrum gehören Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung oder auch die Verbesserung der internen Kommunikation. In interdisziplinär zusammengesetzten Teams haben die Auszubildenden analoge Prozesse aus einer digitalen Perspektive neugedacht und entsprechende Lösungen entwickelt. Als zukünftige Fach- und Führungskräfte haben sie dabei nicht nur neue Kompetenzen erworben, sondern auch zum digitalen Fortschritt im

Unternehmen beigetragen,“ äußert sich Christi Degen, Geschäftsführerin des RKW Kompetenzzentrums, die ebenfalls an der digitalen Abschlussveranstaltung teilnahm. Und auch Alexandra Thoß – Geschäftsführerin des Geschäftsfeldes Ausbildung und Weiterbildung der IHK Hochrhein-Bodensee – zieht ein positives Resümee: „Wir freuen uns sehr, dass wir nach 2019 dieses Jahr zum zweiten Mal eine Digiscouts-Region sind. Die Unternehmen, die mit ihren Azubis beim ersten Durchgang dabei waren, haben allesamt von deren Ideen und Engagement profitiert. Manchmal mit kleineren Verbesserungen und z. T auch mit ,dem großen Wurf‘.  Natürlich profitieren die Azubis auch selbst – sie lernen fachlich und persönlich dazu und müssen manchmal auch mit Rückschlägen umgehen. Nicht immer klappt alles so wie gewünscht. In der aktuellen Runde kam natürlich noch die Problematik hinzu, dass nahezu alles online ablief – quasi die totale Digitalisierung. Unser Dank gilt auch dem RKW, denn wir könnten das Projekt nicht so einfach stemmen. Als IHK fehlen uns dafür aktuell sowohl die technischen Voraussetzungen als auch das Know-how der Coaches.“
Das Coaching in der Region Konstanz übernahmen Coaches des RKW Baden-Württemberg. „Wir als RKW BW sind immer wieder begeistert von den Ergebnissen, die die Azubis in den Digitalisierungsprojekten gemeinsam erarbeiten. Die vielen guten Ideen und die Hartnäckigkeit, die die Azubis in den Projekten zeigen, sind eine hervorragende Grundlage für ihr späteres Berufsleben“, so der Geschäftsführer des RKW Baden-Württemberg, Jan Sibold.

Folgende Unternehmen aus der Region Konstanz haben ihre Azubis erfolgreich auf die Suche nach Digitalisierungspotenzialen geschickt:

Transco Süd Internationale Transporte GmbH
Work in Progress Textilhandels GmbH
Privatbrauerei Waldhaus Joh. Schmid GmbH
Mkt Metall -und Kunststofftechnik GmbH
Riegel Weinimport GmbH
resin GmbH & Co. KG
EKATO Systems GmbH Hausmeistertätigkeiten und Wartungsarbeiten
ZAHORANSKY AG
Rotzler Deutschland GmbH +Co. KG
VIBES Textilhandels

Weitere Information zum Projekt unter: www.digiscouts.de.