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Autor: Frau Baier
Artikel vom 24.09.2018

Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg/Bund

Vertreterversammlung der DRV Baden-Württemberg tagte in Stuttgart

Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg

Vertreterversammlung der DRV Baden-Württemberg tagte in Stuttgart:

Finanzlage der gesetzlichen Rentenversicherung und Leistungsverbesserungen in den Fokus gerückt Die Vertreterversammlung, das Parlament der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg, verabschiedete am 14. Dezember 2018 in Stuttgart mit 21,6 Milliarden Euro den zweitgrößten Haushalt des Bundeslandes.

Der Großteil der Einnahmen stammt aus Beiträgen. Auf der Ausgabenseite bilden Rentenzahlungen mit rund 17,7 Milliarden Euro die mit Abstand größte Position. Für medizinische und berufliche Rehabilitation hat die DRV im Land über 548 Millionen Euro eingeplant.

Mütterrente:

Vollständige Finanzierung aus Steuermitteln gefordert Die aktuelle Finanzsituation der gesetzlichen Rentenversicherung stellte der alternierende Vorsitzende des Vorstandes, Martin Kunzmann, dar. Die Rentenversicherung habe bundesweit zum Jahresende 2018 etwa 38 Milliarden Euro als Rücklage: ein Finanzvolumen, das etwa 1,77 Monatsausgaben der Rentenversicherung entspricht. Ihr Rückgang sei jedoch vorhersehbar, denn der zum 1. Januar 2019 in Kraft tretende »Rentenpakt I« bringe zwar viele Leistungsverbesserungen, führe aber auch zu erhöhten Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung. Kunzmann bedauerte, dass der Gesetzgeber – wie schon bei der Mütterrente 2014 – nicht bereit ist, diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit einem zusätzlichen jährlichen Ausgabevolumen von 3,8 Milliarden Euro aus Steuermitteln zu finanzieren. Kunzmann betonte, dass durch das Abschmelzen der Rücklage mittelfristig eine deutliche Erhöhung des Beitragssatzes der Rentenversicherung unausweichlich werde.

Reformprojekte: Altersvorsorgepflicht für Selbstständige sowie Grundrente

Dr. Reinhold Thiede, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Entwicklung der DRV Bund in Berlin, berichtete der Vertreterversammlung, dass die Mitte 2018 von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission an der Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung arbeite. Ein wichtiges Ziel sei, in den nächsten Jahrzehnten die Zahlung angemessener Renten zu gewährleisten, ohne dabei die Beitragszahler zu überlasten. Außerdem plane die Bundesregierung weitere Reformprojekte im kommenden Jahr. Hierbei gehe es um eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige, die nicht schon anderweitig abgesichert sind, sowie eine Verbesserung für Versicherte, deren Alterseinkommen trotz langjähriger Beiträge nicht oder nur unwesentlich über einer Grundsicherung liegt.

Moderner Dienstleister:

Digitalisierung und bauliche Veränderungen Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Andreas Schwarz, informierte die Vertreterversammlung über Fortschritte bei der Digitalisierung von Arbeitsabläufen im Haus. Die DRV Baden-Württemberg habe ihre ehrenamtlichen Versichertenberaterinnen und –berater mit der erforderlichen Online-Technik ausgestattet, um digitale Aufnahme und Übermittlung von Anträgen zu gewährleisten. Bei Rehabilitationsanträgen und Reha-Prozessen in der DRV sowie bei Anträgen auf Altersrente und Kindererziehungszeiten seien entsprechende Dokumentenworkflows bereits pilotiert. Anfang 2019 beginne die DRV mit dem Scannen der Eingangspost, so Andreas Schwarz. Als moderner Dienstleister schafft die DRV parallel dazu zeitgemäße, gesunde Arbeitsplätze. In Stuttgart-Freiberg laufen die Arbeiten des Neubaus nach Plan. Bis zum Jahresende werden Dach und Fassade des Neubaus fertig sein. Bis Mitte 2019 werden rund 1000 Umzüge erfolgen – eine logistische Leistung, hob Schwarz hervor. Auch in Karlsruhe beginnen erste Umbau- und Sanierungsarbeiten im März 2019.

Mehr als eine Million Beratungen im Jahr: Ehrenamtliche Versichertenberater der Rentenversicherung helfen weiter - Winfried Graf ist einer von Ihnen

Deutsch-Schweizerische Rentenberatung vor Ort am 19.2.19

Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg

Deutsch-schweizerische Rentenberatung vor Ort

Die Deutsche Rentenversicherung und Träger der gesetzlichen Rentenversicherung in der Schweiz bieten auch dieses Jahr wieder grenzüberschreitende Informationen zur Rente an. Angesprochen sind alle, die Beiträge zur gesetzlichen deutschen und schweizerischen Rentenversicherung einbezahlt haben. Auf diesen Internationalen Beratungstagen erteilen Experten beider Länder kostenlos Auskünfte zum jeweiligen nationalen Recht und zu den zwischenstaatlichen Auswirkungen.

Zu dem Beratungstag am 19. Februar 2019, 13.30 bis 18.30 Uhr in Singen, Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, Außenstelle Singen, Julius-Bührer-Straße 2 laden wir ein.

Die Internationalen Beratungstage erfreuen sich großer Beliebtheit. Um einen Beratungstermin zu erhalten und um Wartezeiten zu vermeiden, bitten wir daher um rechtzeitige telefonische Anmeldung unter 07731 822710. Bringen Sie zum Beratungstag bitte Ihre Versicherungsunterlagen und Ihren Personalausweis mit.

Weitere Beratungstage im Jahr 2019 in Singen sind am 21. Mai, 10. September und am 26. November vorgesehen. Diese werden gesondert angekündigt.

Hinweis für Inhalte

Die Inhalte werden von der Gemeindeverwaltung Hohenfels gepflegt. Bei Fragen oder Anregungen bitte an die Gemeinde wenden.