Bürgerinfo: Gemeinde Hohenfels

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Autor: Frau Baier
Artikel vom 25.10.2021

Landratsamt Konstanz

199/2021 - Umzug des Flurneuordnungsamtes

Umzug des Flurneuordnungsamtes

LANDKREIS KONSTANZ – Ab 18. Oktober 2021 werden künftig die Flurneu­ordnungsverfahren für die Landkreise Konstanz und Tuttlingen von der gemeinsamen Dienststelle Flurneuordnung mit Sitz in Tuttlingen aus bearbeiten.

Fast 70 Jahren Flurneuordnung im Landkreis Konstanz mit Dienstsitz in Radolfzell neigen sich dem Ende zu. Das Flurneuordnungsamt packt seine Koffer und zieht nach Tuttlingen um. Ab 18. Oktober 2021 werden künftig die Flurneuordnungsverfahren für die Landkreise Konstanz und Tuttlingen von der gemeinsamen Dienststelle Flurneuordnung mit Sitz in Tuttlingen aus bearbeitet.

Seit der Gründung im Jahre 1952 haben die Mitarbeiterinnen und Mitar­beiter des Flurneuordnungsamtes viele Entwicklungen und Reformen im Land und mehrere Umzüge innerhalb der Stadt Radolfzell erlebt. Nun heißt es für circa 25 Flurneuordner Abschied nehmen von der Stadt am Boden­see.

Bis 13. Oktober 2021 ist das Amt für Flurneuordnung wie üblich zu errei­chen. Zu beachten gilt, dass das Amt im Zeitraum vom 14. bis 22. Oktober 2021 nicht erreichbar ist. Danach gelten die neuen Kontaktdaten: Telefon Telefonnummer: +49 7461 926-1600 und E-Mail flurneuordnung(@)landkreis-tuttlingen.de. 

162/2021 - Schulungsreihe für neue Ehrenamtliche Pflegelotsen

Schulungsreihe für neue Ehrenamtliche Pflegelotsen

Der Landkreis Konstanz bildet ab dem 08.11.2021 neue Pflegelotsen aus.

Pflegelotsen sind freiwillig engagierte Frauen und Männer, die pflegende Angehörige und Pflegebedürftige im Auftrag des Pflegestützpunktes besuchen und im Alltag unterstützen. Sie stehen ihnen bei und begleiten sie über einen gewissen Zeitraum, schenken ihnen Zuwendung durch Gespräche, helfen Lösungen zu finden und unterstützen sie bei der Selbstsorge. Hauswirtschaftliche und pflegerische Dienste fallen nicht darunter.

„Hilfe beim Helfen“ leistet die ehrenamtliche Einsatzkoordinatorin Frau Greuter, indem sie mit Rat und Tat den Pflegelotsen zur Seite steht. Darüber hinaus werden regelmäßig Treffen für die Pflegelotsen angeboten, um sich auszutauschen.

Wer sich gerne ehrenamtlich im Auftrag des Pflegestützpunktes als Pflegelotse engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, an den Seminareinheiten teilzunehmen:

08.11., 11.11., 15.11., 18.11., 22.11.2021, jeweils von 17 - 20 Uhr.

Die Schulung findet per Zoom statt. Voraussetzung dafür sind ein PC/Laptop oder Handy mit Kamera, Lautsprecher oder Headset sowie ein stabiles Internet.

Haben Sie Interesse oder wünschen Sie weitere Informationen?

Martina Kloss, Pflegestützpunkt Landkreis Konstanz, T. Telefonnummer: +49 7531 800-2673, Martina.Kloss(@)LRAKN.de 

Annette Zeller, Pflegestützpunkt Landkreis Konstanz, T. Telefonnummer: +49 7531 800-2608, Annette.Zeller(@)LRAKN.de 

187/2021 - K6170 zwischen Markelfingen und Anschlussstelle Allensbach West wegen grundhafter Sanierung gesperrt (11.10.-12.11.2021)

K6170 zwischen Markelfingen und Anschlussstelle Allensbach West wegen grundhafter Sanierung gesperrt

LANDKREIS KONSTANZ – Der Landkreis Konstanz saniert die Fahrbahn der Kreisstraße 6170 ab Ortsausgang Markelfingen bis zum Kreisverkehr An­schlussstelle Allensbach West. Aufgrund der vorgesehenen Bauarbeiten muss die Kreisstraße ab Montag, 11. Oktober bis einschließlich Freitag, 12. November 2021 für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Umleitungs­strecke ist über die B33 ausgeschildert. Für Fahrzeuge bauartbedingt langsamer als 60 km/h ist die Umleitung über die K6168, K6169 und die K6171 (Allensbach, Kaltbrunn) ausgeschildert. Die Zufahrt zum Naturfreun­dehaus und Camping Willam ist ebenfalls ausgeschildert. Bei schlechter Witterung kann sich die Fertigstellung verzögern. Das Landratsamt bittet die Verkehrsteilnehmenden um Verständnis.

192/2021 - Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle für psychisch kranke Menschen

Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle für psychisch kranke Menschen

LANDKREIS KONSTANZ – Das Landratsamt Konstanz betreibt eine Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle (IBB), um psychisch kranken Menschen und deren Angehörigen einen niederschwelligen Zugang zu einem unabhängigen Beratungsangebot zu ermöglichen.

Die Corona-Pandemie hat nach wie vor Auswirkungen im Bereich der seelischen Gesundheit und stellt eine zusätzliche Belastung für psychisch labile Menschen dar. Daraus können bei einigen Menschen Depressionen, Angst und Hilflosigkeit entstehen.

Die IBB erteilt Auskünfte über Hilfs- und Unterstützungsangebote im Landkreis und leitet Ratsuchende bei Bedarf an geeignete Fachstellen weiter. Zudem vermittelt sie bei Beschwerden und Problemstellungen zwischen den Betroffenen und den psychiatrischen Einrichtungen. Das Angebot der IBB ist kostenfrei.

Das Beratungsteam der IBB setzt sich aus psychiatrischen Fachkräften, Angehörigen, Psychiatrie-Erfahrenen und dem Patientenfürsprecher des Landkreises zusammen. Beratungsstellen gibt es in Konstanz und Singen. Die Sprechstunden sind jeden zweiten Dienstag im Monat ab 16:30 Uhr im Landratsamt Konstanz, Büro für Bürgerengagement, Benediktinerplatz 1 in Konstanz, sowie jeden vierten Dienstag im Monat ab 13:30 Uhr in Singen, Freiheitstr. 11. 

Anmeldungen zur Beratung nimmt das Büro für Bürgerengagement des Landratsamtes Konstanz unter der Telefonnummer Telefonnummer: 07531 800-1785 oder per E-Mail an IBB(@)LRAKN.de entgegen.

193/2021 - "Trennung meistern - Kinder stärken" - Ein Kursangebot für Eltern in Trennungskonflikten

„Trennung meistern – Kinder stärken“ — Ein Kursangebot für Eltern in Trennungskonflikten

LANDKREIS KONSTANZ – Die Psychologische Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern des Landkreises Konstanz bietet den Elternkurs für Elternteile, die ihre Kinder während der Trennungsphase gut begleiten und die Situation selbst besser meistern wollen, wieder in Präsenz an. Kursbeginn ist Dienstag, 26. Oktober 2021 in Singen.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich zu verschiedenen Themen vertieft auszutauschen: Wie geht es meinem Kind während des Trennungsprozes­ses? Welche Lösungswege gibt es für Konflikte? Wie können wir trotz der Trennung gemeinsam Eltern bleiben? Die Gruppe ist jeweils für ein Eltern­teil eines getrenntlebenden Elternpaares konzipiert und wird bei ausrei­chendem Interesse halbjährlich angeboten.

Das erste Treffen der sechs Abende umfassenden, kostenfreien Kursreihe findet am Dienstag, den 26. Oktober von 17:15 bis 20:15 Uhr in der Maggi­straße 7 in Singen statt. Folgetermine sind am 9. und 23. November, 7. Dezember sowie 18. Januar 2022 und 1. Februar 2022 geplant. 

Die Themen der einzelnen Abende bauen aufeinander auf. Deshalb ist die Teilnahme an allen Treffen sinnvoll. Für weitere Informationen und für die Anmeldung steht die Service- und Infostelle des Amtes für Kinder, Jugend und Familie und der Psychologischen Beratungsstelle unter der Telefon­nummer Telefonnummer: 07531 800-3211 zur Verfügung. Coronabedingt ist eine Teilnahme nur mit Anmeldung möglich.

196/2021 - Schulungsreihe für neue ehrenamtliche Pflegelotsen ab 8.11.21

Schulungsreihe für neue ehrenamtliche Pflegelotsen ab 8. November

LANDKREIS KONSTANZ – Pflegelotsen sind freiwillig engagierte Frauen und Männer, die pflegende Angehörige und Pflegebedürftige im Auftrag des Pflegestützpunktes besuchen und im Alltag unterstützen. Der Land­kreis Konstanz bildet ab 8. November 2021 neue Pflegelotsen aus.    

Pflegelotsen bieten über einen gewissen Zeitraum Hilfe an, schenken Zu­wendung durch Gespräche, helfen Lösungen zu finden und unterstützen bei der Selbstsorge. Hauswirtschaftliche und pflegerische Dienste fallen nicht darunter.

Für die Pflegelotsen stehen bei offenen Fragen Ansprechpartner zur Verfü­gung. Darüber hinaus werden regelmäßig Treffen angeboten, um sich aus­zutauschen. Wer sich ehrenamtlich im Auftrag des Pflegestützpunktes als Pflegelotse engagieren möchte, ist herzlich eingeladen, an den Seminarein­heiten teilzunehmen. Diese finden am 8., 11., 15., 18. und 22. November jeweils von 17 bis 20 Uhr per Zoom statt. Voraussetzungen dafür sind ein PC/Laptop oder Handy mit Kamera, Lautsprecher oder Headset sowie ein stabiles Internet. Für weitere Informationen sind die Mitarbeitenden des Pflegestützpunktes erreichbar unter der Nummer Telefonnummer: 07531 800-2673 bzw. Telefonnummer: 07531 800-2608 oder per Mail an Martina.Kloss(@)LRAKN.de oder Annette.Zeller(@)LRAKN.de. 

197/2021 - Sprachmittlerdienst digital

Sprachmittlerdienst digital

LANDKREIS KONSTANZ – Die Anfrage nach ehrenamtlichen Sprachmittlern für soziale und gesundheitliche Einrichtungen und Ämter erfolgt zukünftig elektronisch über www.lrakn.de/sprachmittler. 

Der ehrenamtliche Sprachmittlerdienst im Landkreis Konstanz ist auf eine zuverlässig funktionierende Kommunikation angewiesen. Darauf müssen sich der Anbieter wie die Nutzer dieser ehrenamtlichen Dienstleistung verlassen können. Denn erst wenn feststeht, ob beispielsweise der Klient aus Afghanistan Paschtu, Usbekisch, Dari, Urdu, Turkmenisch oder Belutschi spricht, ist es der Einsatzkoordinatorin Shu Jiuan Widmann möglich, eine passende Sprachvermittlung zu organisieren.

Um die Anfrage nach einem Sprachmittler bereits im ersten Anlauf vollstän­dig und korrekt stellen zu können, wurde unterstützend ein elektronisches Formular entwickelt. Ziel ist es, die Kommunikationswege zu reduzieren und besser aufeinander abzustimmen. „Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise Frau Widmanns Bedarf an Informationen bündeln können und sich den anfragenden Einrichtungen auf einen Blick erschließt, welche Daten für eine erfolgreiche Vermittlung notwendig sind“, so Annette Breitsameter-Grössl von der Fachstelle für Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis. 

202/2021 - Haus- und Straßensammlung Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

Haus- und Straßensammlung Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

LANDKREIS KONSTANZ – Für die deutschen Kriegsgräberstätten im Ausland und die Jugendarbeit bittet der Volksbund Deutsche Kriegs­gräberfürsorge e.V. um Spenden. Die Sammlung findet vom 17. Oktober bis 21. November 2021 statt.

Der Volksbund betreut die Ruhestätten von über 2,8 Millionen deutschen Kriegstoten auf 832 Kriegsgräberstätten. Die Jugendarbeit des gemeinnütz­igen Vereins in Deutschland und Europa verbindet Nationen unter dem Motto „Gemeinsam für den Frieden“. Der Volksbund ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und betreibt seit 1953 als einziger Kriegsgräberdienst eine Jugend- und Schularbeit. Die Arbeit des Vereins wird von ehrenamtli­chen Helferinnen und Helfern getragen.

Die Sammlung fand aufgrund der Corona-Pandemie im letzten Jahr zum ersten Mal seit 1919 nicht statt. Dies war ein einmaliger Vorfall, da sich der humanitäre Verein durch Spenden finanziert. Die Spenden werden für die Anlage und Pflege von Kriegsgräberstätten, die Beantwortung von Suchan­fragen sowie für den Ausbau der Bildungs- und Jugendarbeit verwendet.

Landrat Zeno Danner ruft zur Spende auf: „Unterstützen Sie die Sammlung im Sinne der Völkerverständigung und Erinnerungskultur. Mein Dank gilt allen, die sich für dieses wichtige Anliegen einsetzen.“

204/2021 - Fährtensuche mit dem Fahrrad im Landkreis Konstanz

Fährtensuche mit dem Fahrrad im Landkreis Konstanz

LANDKREIS KONSTANZ – Den Landkreis Konstanz mit dem Fahrrad erkunden – dazu haben der Landkreis und die Initiative RadKULTUR, eine Fahrradkampagne des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, vom 3. Juni bis zum 30. September eingeladen. Knapp 400 Mal wurden die Routen von Radbegeisterten abgefahren.

Bei der „RadSchnitzeljagd“ konnten die Menschen touristische Ziele, spannende Orte und neue Alltagsstrecken im Landkreis entdecken. Wie bei einer klassischen Schnitzeljagd mussten dabei die einzelnen Statio­nen gesucht und gefunden werden – natürlich mit dem Fahrrad. Fünf unterschiedlich lange Routen hatte der Landkreis dazu ausgewählt. „Die RadSchnitzeljagd war eine tolle Aktion, um neue Fahrradstrecken für den Alltag zu entdecken“, erklärt Sandra Sigg, RadKULTUR-Ansprech­partnerin des Landkreises. „Umso mehr freuen wir uns, dass die Rad­Schnitzeljagd bei den Bürgerinnen und Bürgern so gut ankam.“ Knapp 400 Mal wurden die Routen von Radbegeisterten abgefahren. Unter ihnen verlost der Landkreis Konstanz tolle Preise. Unterstützt wurde die RadSchnitzeljagd von vielen ehrenamtlichen Patinnen und Paten, die im Aktionszeitraum die Kontrolle der Stationsschilder übernahmen.

Mehr Informationen zu den RadKULTUR-Aktionen im Landkreis Konstanz unter www.radkultur-bw.de/landkreis-konstanz. 

206/2021 - Preis zur Förderung der Ausbildung im Handwerks- und Dienstleistungsbereich (Lehrlingspreis)

Preis zur Förderung der Ausbildung im Handwerks- und Dienstleistungsbereich (Lehrlingspreis)

LANDKREIS KONSTANZ – Der Landkreis Konstanz setzt mit dem „Lehr­lings­preis“ seit vielen Jahren ein deutliches Zeichen für die duale Aus­bildung. Den mit 2.000 Euro dotierten Preis erhalten in diesem Jahr auf Vorschlag der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerks­kammer je zur Hälfte Alexandra-Marieluise von Detten-Wenkert (IHK) und Julian Dietz (HWK). Die Verleihung fand am gestrigen Donnerstag im kleinen Rahmen in der IHK statt.

Mit dem Preis werden gleichermaßen die Leistungen der Auszu­bildenden und das Engagement der ausbildenden Betriebe gewürdigt. Interessierte sollen zur Entscheidung für eine Ausbildung im dualen System ermutigt und die Unternehmen motiviert werden, Ausbildungs­plätze anzubieten. Landrat Danner übergab die Preise persönlich und gratulierte zur hervorragenden Leistung. Das Besondere an diesem Preis ist, dass bei der Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur die Prüfungsnoten, sondern auch Gesichtspunkte wie rollenuntypische Berufswahl, individuelle Leistungs­voraussetzungen und Persönlichkeit berücksichtigt werden.

Die Preisträgerin der IHK, Alexandra-Marieluise von Detten-Wenkert, begann am 1. Januar 2011 ihre Tätigkeit im Einzelhandelsunternehmen Wajos Konstanz und unterstützte hier im Verkauf von losen Destillaten, Likören, Weinen, Essig, Ölen, Feinkost sowie Geschenkartikeln. Im Alter von 44 Jahren nahm von Detten-Wenkert die Herausforderung an, nochmals die Schulbank zu drücken. Sie wollte den Beruf der Kauffrau im Einzelhandel „von der Pike auf“ lernen und entschloss sich zu einer verkürzten Ausbildung von zwei Jahren. In Kürze wird sie die Ausbilder­eignungsprüfung ablegen und im Februar 2022 die Fort­bildung zur Handelsfachwirtin in Angriff nehmen. Von Detten-Wenkert hat diese Ausbildung als Jahrgangsbeste absolviert. Für ihr vorbildliches soziales Engagement erhielt sie zudem den Sozialpreis der Wessenberg-Schule Konstanz. Besonders am Herzen lag ihr die Unter­stützung von Migranten, um diese zu integrieren. Prof. Dr. Claudius Marx, Hauptgeschäftsführer der IHK Hochrhein-Bodensee, lobte die her­vorragende Leistung der Preisträgerin und betonte, wie wichtig es sei, theoretisches Wissen in praktisches Handeln zu überführen.

Die Handwerkskammer wurde vertreten durch den Hauptgeschäfts­führer Georg Hiltner, der sich als begeisterter Motorrad-Fan besonders freute, dem Preisträger Julian Dietz mit einem Ausbildungsberuf in der Motorrad­branche die Glückwünsche persönlich zu überbringen. Dietz wollte nach seinem Abitur eigentlich studieren, „brannte aber für nichts so richtig.“  Nach einem Praktikum im Betrieb Latscha wusste er dann, dass er hier die Ausbildung zum Zweiradmechatroniker Fach­richtung Motorradtechnik machen wollte. Die Ausbildung fiel ihm leicht, da er durch sein Abitur am Technischen Gymnasium schon viel Wissen im technischen Bereich mitgebracht und gute mathematische Vor­kenntnisse hatte. So schloss er „mit einer hervorragenden Leistung“ ab, so Louis Latscha. Dietz hat die Gesellenprüfung mit der Gesamt­note 1,3 abgelegt, in der praktischen Prüfung konnte er 94 von 100 Punkten erreichen. Kürzlich wurde er zudem Kammersieger im Leistungswettbe­werb des Deutschen Handwerks („Profis leisten was“).

207/2021 - Wege in die Sucht - Wege aus der Sucht

Wege in die Sucht — Wege aus der Sucht

LANDKREISE KONSTANZ/WALDSHUT/LÖRRACH – Das gemeinsame Projekt „Wege in die Sucht — Wege aus der Sucht“ (WISWAS) der Landkreise Konstanz, Lörrach und Waldshut sowie der AOK Hochrhein-Bodensee bietet mit einer sechsmonatigen Veranstaltungsreihe von November 2021 bis April 2022 Informationen rund um das Thema Suchterkrankung.

Wege in die Sucht sind vielfältig, individuell und gehen oftmals mit einer Stigmatisierung einher. Das Projekt WISWAS möchte informieren, auf­klären, sensibilisieren sowie durch Hilfs- und Unterstützungsmöglich­keiten Wege aus der Sucht aufzeigen. Denn nach wie vor suchen sich nur zehn bis 15 Prozent der Betroffenen Hilfe – groß ist die Scham und die Angst davor, als willens- und charakterschwach verurteilt zu werden.

Ein umfangreiches Programm mit einem Mix aus sachlichen Infos, Work­shops, Fortbildungen, Lesungen, Kinofilmen, Theaterauf­führungen und vielem mehr soll einen klischeefreien Umgang mit der Krankheit ermög­lichen. Den Auftakt bildet ein Podiumsgespräch am 8. November ab 18 Uhr im Landratsamt Konstanz mit Suchtexperten, Betroffenen und Angehörigen von Suchterkrankten. Die Teilnahme ist vor dem heimischen Bildschirm oder nach Anmeldung mit 3G-Nachweis in Anwesenheit möglich.

Die Angebote richten sich sowohl an Interessierte in allen Lebenslagen als auch an Schulen, Schulsozialarbeiter, Lehrer, Eltern, Betriebe, Mitarbeiten­de in Migrations- und Integrationsdiensten sowie an Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Altenhilfe. Um so viele Menschen wie möglich zu erreichen, finden die Veranstaltungen überwiegend in digitaler oder hybrider Form statt, also via Streaming und Publikum vor Ort.

Alle Termine, Infos und Zugangsdaten gibt es unter www.wiswas.de. 

 

Statements der Projektpartner zur Veranstaltungsreihe WISWAS

Landrat Zeno Danner, Landkreis Konstanz

„Ich freue mich, dass wir mit den beiden Landkreisen Lörrach und Waldshut sowie der großen Unterstützung durch die AOK Hochrhein-Bodensee etwas Neues in der Prävention und Kommunikation beim Thema Sucht auspro­bieren: Nämlich landkreisübergrei­fend unsere Potentiale, Ressourcen und Kompetenzen zu bündeln und neue Wege einer gemeinsamen Öffentlich­keits- und Projektarbeit zu gehen. Es ist ein Experiment. Es ist ein kreatives Projekt. Es findet in verschiedenen Formaten statt. Und es ist in seiner Weise innovativ. Ich danke allen Partnern für die Zusammenarbeit und diesen mutigen Schritt, um mehr Menschen früher mit dem gemein­samen Anliegen zu erreichen: Wege in die Sucht vermeiden und Wege aus der Sucht aufzeigen.“

 

Landrätin Marion Dammann, Landkreis Lörrach

„Der Landkreis beschäftigt sich schon seit Jahren intensiv mit dem Thema Sucht und seinen Auswirkungen und unterstützt hier auch finanziell, um ausreichende Angebote und Maßnahmen bereitzustellen. Die Corona-Pandemie hat allerdings auch dieses wichtige gesamtgesellschaftliche Thema in den vergangenen Monaten in den Hintergrund treten lassen. Umso dankbarer bin ich den Kommunalen Suchtbeauftragten der drei Landkreise Konstanz, Waldshut und natürlich Lörrach, dass es ihnen gelungen ist, ihre Kräfte zu bündeln und gemeinsam mit der AOK in der Region Hochrhein-Bodensee ein solch beeindruckendes wie innovatives Veranstaltungsprogramm auf die Beine zu stellen. Sucht ist eine komplexe Krankheit, die in der Öffentlichkeit teilweise immer noch tabuisiert wird. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen macht das den Umgang mit dieser Krankheit nicht leichter. Darum ist die Aufklärungsarbeit, die die Vortrags- und Veranstaltungsreihe „WISWAS“ leisten möchte, so wichtig.“

 

Landrat Dr. Martin Kistler, Landkreis Waldshut

„Wie in vielen Lebensbereichen hat sich die Corona-Pandemie auch negativ auf die Suchthilfe und Suchtprävention ausgewirkt. Durch die Kontaktbeschränkungen konnten Angebote nicht in dem sonst üblichen Umfang stattfinden. Vor allem Gruppenangebote mussten zwischenzeitlich ausgesetzt werden. Unter den geltenden Bestimmungen sind diese nun wieder möglich. Gleichzeitig haben durch die Pandemie die Belastungen im Alltag der Betroffenen zugenommen. Neue Wege der Kommunikation mussten gesucht werden. Gemeinsam mit unseren Nachbarlandkreisen aus Lörrach und Konstanz sowie mit der Krankenkasse AOK Hochrhein-Bodensee haben wir die Veranstaltungsreihe „Wege in die Sucht – Wege aus der Sucht“ ins Leben gerufen. Damit möchten wir Betroffene, Angehörige, Fachkräfte und Interessierte informieren, aufklären sowie für das vielfältige Thema einer Suchterkrankung sensibilisieren. Gleichzeitig soll auf Hilfsangebote hingewiesen werden. Wir als Landkreis Waldshut unterstützen deshalb die innovative landkreisübergreifende Veranstaltungsreihe „Wege in die Sucht – Wege aus der Sucht“.

 

Uwe Schreiber, Geschäftsführer der AOK Hochrhein-Bodensee

Durch die Angebote im Rahmen von WISWAS wird versucht, Sucht oder Abhängigkeit zu verhindern, bevor diese eintritt. Die Suchtbeauftragten der Landkreise Lörrach, Waldshut und Konstanz orientieren ihre Arbeit an den jeweiligen örtlichen oder regionalen Bedingungen. Sie stehen für Kontinuität und Nachhaltigkeit, weil sie in regionalen Netzwerken tätig sind. Das passt zu uns, denn auch die Gesundheitskasse richtet ihr Engagement auf die konkreten Bedürfnisse ihrer Versicherten vor Ort aus. Langfristig entlastet die Suchtprävention uns als Kostenträger bei teuren Maßnahmen und Behandlungen in Zusammenhang mit Suchtmittelmissbrauch und Abhängigkeitserkrankungen. Noch wichtiger ist uns aber, dass wir damit mittelbar Menschen bei der Bewältigung von Suchtproblemen helfen können. Wer den Eindruck hat, dass er allein auf Suchtmittel nicht mehr verzichten kann, sollte sich unbedingt professionelle Hilfe holen. Die Fachkräfte des Sozialen Dienstes der AOK bieten Erstberatung an und vermitteln weitere Hilfen, wie zum Beispiel Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen.