Natur & GeschichteBesiedelung durch die RömerRömische Gutshöfe in Hohenfels Schon in den 80er-Jahren wurde ein Römischer Gutshof im Ortsteil Mindersdorf entdeckt. Die Konturen dieser Villa rustica, die bisher nicht ausgegraben wurde, ergaben sich bei einer Überfliegung des Gebiets. Hans Stather hat diesen Standort in seinem Buch „Der römische Hegau“ beschrieben. Bei der Erschließung des Baugebiets Röschberg im Ortsteil Liggersdorf kam ein weiterer Gutshof aus dem 1. – 3. Jahrhundert n. Chr. zu Tage. Da dieser Bereich im Baugebiet liegt, musste hier eine Grabung erfolgen. Im südlichen Teil kam zunächst ein größeres Badehaus zum Vorschein, das von Dr. Jörg Aufdermauer dokumentiert wurde. Bei einer weiteren Grabung im nördlichen Teil konnte Jürgen Hald, heutiger Kreisarchäologe, das Haupthaus feststellen und ausgraben lassen.
Deutwanger Findling![]() So manche Hohenfelser Bürgerinnen und Bürger haben in ihrer Kindheit mit der hiesigen Grundschule eine Wanderung zum Deutwanger Findling mitgemacht. Ein großer Felsbrocken, der da immer wieder zum Anziehungspunkt wurde und noch wird. Am Ostrand der Deutwanger Bebauung gelegen, findet sich dieser Fels in einer kleinen Grube, auf einer privaten Fläche. Europäische Wasserscheide![]() Am Südwestrand der Seenlandschaft, an den Gemarkungsgrenzen Mühlingen und Hohenfels teilt sich die Mindersdorfer Aach zur Stockacher Aach und zur Ablach. Die Stockacher Aach läuft zunächst noch eine geringe Strecke in Richtung Norden und geht dann in einem großen Bogen, nahe dem ehemaligen Bahnhof Schwackenreute, südwärts weiter in Richtung Stockach und zum Bodensee und dem Rhein. Der andere Teil und eigentlich ursprüngliche Verlauf führt in Richtung Sauldorf. Die Ablach führt über Meßkirch zur Donau hin. Schwackenreuter Seen![]() Die Schwackenreuter Seen sind aus einem größeren Kiesabbaugebiet entstanden, das sich über die Gemarkungen Sauldorf, Mühlingen und Hohenfels erstreckte. 10 Seen gehören zu dieser rd. 100 ha großen Fläche. Für alle drei Gemeinden waren dies relativ weit von den Ortskernen entfernte landwirtschaftlich eher geringerwertige Flächen, so dass in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts die Bereitschaft stieg, solche Flächen für den Kiesabbau abzugeben. Die Kiesmächtigkeit erwies sich als nicht besonders stark. Auf der Hohenfelser Gemarkung endete deshalb die Ausbeute zum Jahrtausendwechsel. Das Abbauunternehmen führte eine umfassende Rekultivierungsmaßnahme durch. Heute stellt dieser Bereich eine hervorragende Ergänzung zum Naturschutzgebiet Waltere Moor dar. 2006 erfolgte die Unterschutzstellung.
Waltere MoorDas Naturschutzgebiet Walltere Moor liegt am nordwestlichen Rand der Hohenfelser Gemarkung und grenzt an das neue Naturschutzgebiet Schwackenreuter Seen an. Es liegt in einer flachen Geländemulde auf einer Höhe von etwa 630 m ü. N.N. Das Moor stellt sich als relativ schwer zugängliches und nasses Bruchwaldgebiet dar, mit teils geringeren unverbuschten Sumpfwiesen und Trockenrasenflächen. Die Waltere weist eine Fläche von etwa 95,00 ha auf. Sie erstreckt sich zu 2/3 auf Hohenfelser Gebiet, der restliche Anteil gehört zur Gemarkung Sauldorf (Landkreis Sigmaringen). Geologisch gehört das Gebiet zu den Donau-Ablach-Platten. Dieses Hochmoor ist das einzige im Landkreis Konstanz und stellt somit eine Besonderheit dar. ![]() KontaktGemeindeverwaltung Hohenfels |